Die 10. Klasse des Progymnasiums Altshausen machte sich in der Woche vom 6.5. bis zum 10.5. zu ihrer Abschlussfahrt nach Berlin auf. Begleitet von den Lehrkräften Fr. Kösel und Hr. Büchele wartete ein abwechslungsreiches Programm auf die 23 Schülerinnen und Schüler.
Historische, politische, aber auch künstlerische Themen bildeten dabei den Schwerpunkt. So bekamen die Schülerinnen und Schüler u.a. einen interessanten Einblick in die Entstehung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas (Stelenfeld), wobei ihnen verdeutlicht wurde, welch langen und beschwerlichen Weg dieses Projekt bis zu seiner Verwirklichung genommen hat.
Ebenfalls auf geschichtsträchtigem Boden bewegten sich die Reisenden beim Besuch des Stasi-Gefängnisses Berlin-Hohenschönhausen, wobei die Jugendlichen ihr theoretisch erworbenes Wissen über die DDR-Geschichte vor Ort überprüfen konnten. Passend zum Thema „DDR“ wurde ebenfalls ein Blick auf das schon in seinen Dimensionen beeindruckende Gemäldepanorama des Künstlers Yadegar Asisi geworfen, der das Lebensgefühl und den Alltag der 1980er-Jahre im Schatten der Berliner Mauer darin zum Thema macht.
Weiterhin ermöglichte der Besuch einer Ausstellung zum Thema „Weimar“ im Deutschen Historischen Museum einen alternativen Blick auf diese Zwischenkriegszeit, indem nicht das Scheitern der jungen deutschen Demokratie, sondern ihr „Wesen und Wert“ in den Mittelpunkt gestellt werden.
Ein Höhepunkt der Fahrt stellte sicher unser Besuch des Bundestages dar, in dem wir uns einen ganzen Tag lang aufhielten. Auf dem Programm standen ein Planspiel zur Gesetzgebung und ein Gespräch mit einem Bundestagsabgeordneten.
Neben diesem „Pflichtprogramm“ gab es aber noch genügend Freiraum für die Schülerinnen und Schüler, diese faszinierende Stadt auf eigene Faust zu erkunden.
Nach einer langen und anstrengenden Rückfahrt mit der Bahn kam die Reisegruppe am Freitagabend gesund und vollzählig wieder in Altshausen an, wo die gesammelten Eindrücke bis zum neuerlichen Schulbeginn verarbeitet werden konnten.

A. Büchele